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Diese Führungen sind für Gruppen von 5 bis ca. 20 Personen konzipiert. Die gewünschten Termine können Sie direkt mit mir abstimmen. Gerne berücksichtige ich auch individuelle Wünsche an die Tour.

Die Neue Altstadt - Dichtung und Wahrheit

Mit dem Abriß des Technischen Rathauses wurde in der zwischen Dom und Römer die Fläche eines Fußballfeldes freigeräumt und die Neue Altstadt rekonstruiert. 35 Gebäude, darunter 15 mit rekonstruierten Fassaden, stehen in der Größe und an der Stelle, wo vor dem Bombardierungen im März 1944, sich die Frankfurter Altstadt befand. Wenn Sie mehr wissen wollen, als nur die neuen Fassaden zu bestaunen, dann sind Sie bei dieser Tour richtig. Sie erfahren, wie kompliziert und kontrovers der Weg zur Neuen Altstadt war, welche Kompromisse eingegangen wurden, was hinter den Fassaden steckt, was das alles gekostet hat und ob diese Form der Rekonstruktion die Geschichte der Stadt erlebbarer macht. 

Diese Tour ist in folgenden Varianten möglich:
Dauer: 60 Minuten (nur Neue Altstadt)
Dauer: 90 Minuten (Neue Altstadt im Kontext: mit Ostzeile, Saalgasse und Wohnbebauung der 50er Jahre)
Dauer: 120 Minuten (Neue Altstadt im Kontext wie oben,  inklusive Stadtmodelle des Historischen Museums)

Die "Frankfurter Rundschau" hat im Juli 2018 über diese Tour berichtet. Zum Download des Artikels als PDF

Die Paulskirche - Der Kampf um die Demokratie

 Frankfurt war 1948 der Mittelpunkt des Kampfes um die erste deutsche Demokratie. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte trafen sich frei vom Volk gewählte Abgeordnete (nur Männer, auf die Idee, dass Frauen zur Demokratie gehören, war man 1948 noch nicht gekommen) um sowohl die nationale Einheit, als auch eine demokratische Nationalverfassung zu verwirklichen. Die Formulierung der Grundrechte macht die Paulskirche bis heute zum demokratischen Symbol Deutschlands und so zum politisch bedeutendsten Gebäude der Stadt. Weitere Orte in der Stadt stehen für Etappen auf diesem Weg: Das Palais von Thurn und Taxis als Sitz der Fürstenversammlungen des Deutschen Bundes ab 1815, Stoltzes Geburtshaus und sein Denkmal auf den Hühnermarkt für einen jugendlichen Teilnehmer des Hambacher Fests 1832, die Hauptwache als Ort des gescheiterten Wachensturms 1833. Auf dem Hauptfriedhof stehen sich die das zuerst errichtete Denkmal für die gefallenen Soldaten der Septemberunruhen von 1848 und das erst 25 Jahre danach aufgestellte Denkmal für die 32 Gefallenen aus dem Volke gegenüber. Georg August Wirth ist auch dort beerdigt, einer der Hauptredner des Hambacher Fests und Johann Friedrich Funk, der Leiter der Frankfurter Delegation in Hambach.

Diese Tour ist in folgenden Varianten möglich:
1. Nur der Besuch der Paulskirche. Dauer 1 Stunde. Treffpunkt Eingang der Paulskirche
2. Stadtgang vom Palais von Thurn und Taxis, über Hauptwache und Hühnermarkt zur Paulskirche (mit Innenbesichtigung). Dauer 1,5 Stunden. Treffpunkt vor dem Café Hauptwache.
3. Stadtgang wie unter 2. beschrieben mit anschließender Fahrt zum Hauptfriedhof. Dauer 3 Stunden. Treffpunkt vor dem Café Hauptwache.

 

„Unter dem Pflaster liegt der Strand“. Die 68er und der Hauptfriedhof

Frankfurt war in der Studentenbewegung, im Deutschen Herbst und in der Entwicklung der Grünen Partei ein wichtiger Ort. Hier war die Kritische Theorie zu Hause, Dieter Wesp hat seit 1973 diese Zeit in Frankfurt miterlebt. Kommen Sie mit auf eine spannende Zeitreise!
Von hier ging der "Revolutionäre Kampf" in die Betriebe, hier fanden die Häuserkämpfe im Westend statt, hier gab es den ersten Frauen-Asta, die internen Auseinandersetzungen mit der RAF und die ersten praktischen Versuche parteipolitisch Einfluss zu nehmen. Wir besuchen Protagonisten dieser Entwicklung: Helmut Schauer, Bundesvorsitzender des SDS und Mitgründer des Verbands der Kriegsdienstverweigerer, Felicitas Schneck, Vorsitzende des ersten reinen Frauen-Astas, Brigitte Heinrich, wegen terroristischer Verbindungen inhaftiert. Wir besuchen Matthias Beltz, Arbeiter bei Opel und Kabarettist, Anne Bärenz, Musikerin und Sängerin, Lutz Sikorski, Verkehrsdezernent der Grünen, Dieter Bartetzko, Journalist und Architekturkritiker und gehen selbstverständlich auch bei Theodor W. Adorno und Alfred Schmidt vorbei.

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Treffpunkt: Hauptfriedhof Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 188-190, Altes Portal Nähe der U-Bahnhaltestelle Deutsche Nationalbibliothek.

Diese Tour (Dauer 1,5 Stunden) biete ich auch bei Stadtevents an und ist hier online buchbar.

Diese Tour führe ich am Samstag, den 27. Oktober 2018 ab 14:00 Uhr für die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte durch. Eine Teilnahme externer Personen ist möglich. Anmeldung hier.

 

150 Jahre Südfriedhof

1868 wurde der Sachsenhäuser Südfriedhof eröffnet. Er ersetzte den Alten Sachsenhäuser Friedhof an der Brückenstraße/Schifferstraße. Der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegte Friedhof birgt viele denkmalgeschützte Gebäude, Denkmäler und Grabstätten. Der Spaziergang führt zu einigen der berühmten Persönlichkeiten, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben: Der Theologe und Sozialphilosoph Oswald von Nell-Breuning, Franz Oppenheimer, der den ersten Soziologielehrstuhl Deutschlands innehatte, den Architekten Oskar Sommer, Otto Bäppler, Hermann Mäckler und Alois Giefer, dem Stadtgrafiker Hans Leistikow und dem Jazzmusiker und Gründer des Frankfurter Jazzclubs Carlo Bohländer u.a.m.

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Treffpunkt: Südfriedhof Frankfurt, Hauptportal

Diese Tour führe ich am Samstag, den 4. August 2018 ab 14:00 Uhr für die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte durch. Eine Teilnahme externer Personen ist möglich. Anmeldung hier.

 

Die Doors auf dem Römerberg und andere musikalische Merkwürdigkeiten Frankfurts

Erleben Sie Frankfurter Musikgeschichte hautnah! Von Telemann bis Mangelsdorff und von Mozart bis Frank Zappa - freuen Sie sich auf einen musikalischen Spaziergang zu den spannendsten Orten der Stadt.

In Frankfurt spielten sich musikalische Sternstunden ab: 1968 spielten die Doors für die Kameras des ZDF vor dem Römer. Gästeführer Dieter Wesp hat die Bilder und Töne dabei und weiß auch, was Jim Morisson bei dieser Gelegenheit in der gegenüberliegenden Nikolaikirche getrieben hat. Erleben Sie den Ort, wo mit einer Telemannpassion das erste öffentliche Konzert Deutschlands stattfand und auch wo der junge Goethe erstmals den noch jüngeren Mozart hörte. Frankfurt als Jazzhauptstadt ist eine weitere Station, hören Sie, wie der Jazz nach Frankfurt kam und erleben Sie die einzigartige Art, wie Albert Mangelsdorff die Posaune spielt. Die Tour endet vor der Alten Oper. Lauschen Sie den Klängen der Eröffnungsoper 1880 und als Kontrast dem letzten Werk, dass der der Musikanarchist Frank Zappa 1992 mit "The Yellow Shark" dort aufführte.

Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Justitiabrunnen auf dem Römerberg

Diese Tour biete ich auch bei Stadtevents an und ist hier online buchbar.

 

 Auf den Spuren der Dichter und Denker: von Adorno bis Schopenhauer

Welche Verse von Marianne Willemer hat Goethe kurzerhand als seine eigenen ausgegeben? Wo liegt Johann Georg August Wirth, einer der Hauptredner des Hambacher Fests, welcher Grabstein findet sich bei Robert Gernhardt und wie sieht es bei F.K. Waechter aus? Wie hört sich Adornos Stimme an und was sagte Schopenhauer zu seinem Hund, wenn er ärgerlich war? Wo liegt Friedrich Stoltze und wo versteckt sich der Grabstein von Reich-Ranitzky? Diese und weitere Geschichten sind Teil der Spurensuche auf dem Hauptfriedhof.
Der Friedhof wurde 1828 eröffnet und ist mit 70 Hektar einer der größten Friedhöfe Deutschlands und mit seinen kulturhistorischen Grabstätten, alten Bäumen und Wegen eine faszinierendes Stück Frankfurt.

Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Hauptfriedhof Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 188-190, Altes Portal Nähe der U-Bahnhaltestelle Deutsche Nationalbibliothek

Diese Tour biete ich auch bei Stadtevents an und ist hier online buchbar.

 

Quadratisch, praktisch, elektrisch: Die Siedlung Römerstadt und das Musterhaus der ernst-may-gesellschaft.

 Vor 90 Jahren wurde diese Siedlung von Ernst May gebaut und ist bis heute als Wohngegend attraktiv und begehrt.  In der Ära von Ernst May würden von 1925 bis 1930 in Frankfurt über 12.000 Wohnungen gebaut, eine der größten ist die Siedlung Römerstadt. Die Siedlung war für die damaligen Zeiten hochmodern: die erste Einbauküche der Welt, elektrische Küchenherde und Badeöfen, Gartengrundstücke zur Selbstversorgung und der Straßenverlauf perfekt in die Landschaft eingepasst. Teil der Führung ist der Besuch im Musterhaus, das den Originalzustand von 1928 zeigt und überzeugend deutlich macht, wie funktional diese Bauten geplant wurden.

Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: U-Bahn-Station Römerstadt (U1), Abgang Beschilderung "ernst-may-haus".

Diese Tour führe ich am Samstag, den 24. März 2018 ab 14:00 Uhr für die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte durch. Eine Teilnahme externer Personen ist möglich. Anmeldung hier.

 

Von Theodor W. Adorno bis Fritz Bauer - eine Spurensuche im Frankfurter Westend

Das elegante Frankfurter Viertel war bevorzugter Wohnort der Intellektuellen und Künstler. Adorno, Horkheimer und Fromm wohnten nur unweit vom Institut für Sozialforschung. Auch die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz, die Musikerin Clara Schumann, der Wissenschaftler Paul Ehrlich, die Psychoanalytiker Margarethe und Alexander Mitscherlich und der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer waren hier zuhause. Hier befand sich die Zentrale der Gestapo und zahlreiche Häuser aus jüdischem Besitz wurden „arisiert“. Bis heute steht die Westendsynagoge für das jüdische Leben Frankfurts.

 Stadtführer Dieter Wesp lässt die Vergangenheit in Bild und Ton wieder lebendig werden.

Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26 (nächste U-Bahn-Haltestelle Bockenheimer Warte)

Die Tour führe ich für den Freundeskreis des Fritz-Bauer-Instituts am Samstag, den den 13. und 20. Oktober 2018 ab 14:00 Uhr. Anmeldung hier

 

 

Das Institut für Sozialforschung

Das 1923 gegründete durch eine private Stiftung jüdische Mäzene finanzierte Institut hat in seiner fast 100jährigen Geschichte Wissenschaftsgeschichte geschrieben und viele berühmte Wissenschaftler waren daran beteiligt: Carl Grünberg, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Erich Fromm Ludwig von Friedeburg, Jürgen Habermas und Axel Honneth. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude wurde durch einen 1951 durch einen Neubau von Alois Giefer und Hermann Mäckler ersetzt. Vor wenigen Jahren hat dessen Sohn Christoph Mäckler das Innere des Gebäudes grundlegend renoviert und umgebaut. Die Innenbesichtigung zeigt das komplette Gebäude vom Keller bis zum Dach und bietet Gelegenheit zum Gespräch mit Wissenschaftlern, die im IfS arbeiten bzw. gearbeitet haben.

Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt am Main.

Diese Tour führe ich am Samstag, den 22. September 2018 ab 14:00 Uhr für die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte durch. Eine Teilnahme externer Personen ist möglich. Anmeldung hier.

 

Diese Führungen sind für Gruppen von 5 bis ca. 20 Personen konzipiert. Die gewünschten Termine können Sie direkt mit mir abstimmen. Gerne berücksichtige ich auch individuelle Wünsche an die Tour.